OD (Optische Dichte)

Als Optische Dichte (OD oder D(λ)) bezeichnet man die Abschwächung von Licht, das einen optischen Filter durchstrahlt. Je höher der Zahlenwert ist, desto größer ist die Abschwächung. Zur Berechnung der OD wird der dekadische Logarithmus vom Verhältnis der transmittierten Leistung Pt zur eingestrahlten Leistung Pi gebildet. Einfach ausgedrückt, zeigt die optische Dichte an, um wie viele Kommastellen sich die Transmission bei der jeweiligen Wellenlänge verschiebt. Entsprechend der oben beschriebenen europäischen Normen ist die optische Dichte allein jedoch für einen sicheren Schutz vor Laserstrahlung weder ausreichend noch zulässig. Wichtig ist aber, dass die optische Dichte auch im Ernstfall, also beim Auftreffen von Laserstrahlung auf den Filter, erhalten bleibt.

Laservision Optische Dichte - Laserschutzbrille

Diese Voraussetzung erscheint trivial, allerdings gibt es Wechselwirkungseffekte zwischen Filter und Laserstrahlung, wodurch die optische Dichte unter Lasereinwirkung nicht in ursprünglicher Höhe erhalten bleibt. Als Ergebnis des Laserbeschusses wird der Laserschutzbrille (Rahmen mit Filter) eine Schutzstufe erteilt, die die mindestens vorhandene optische Dichte unter einer normierten Laserbelastung (Wellenlänge, Leistung und Betriebsart) angibt. Eine bestimmte optische Dichte zur Abschwächung bzw. Filterung von Licht kann mit zwei prinzipiell unterschiedlichen Strategien – Absorption oder Reflexion – erreicht werden.

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     OD   

    Transmission in %    

   Abschwächungsfaktor    

    0

          100%

             1:1

    1

           10%

             1:10

    2

            1%

            1:100

    3

           0.1%

           1:1.000

   ...

             ...

              ...

   10

      0.00000001

    1:10.000.000.000

VLT (Visible Light Transmission)

Das Maß für die Lichtabschwächung eines Filters mit der Transmission τF(λ) im sichtbaren Bereich ist durch die so genannte VLT, die Tageslichttransmission oder den Lichttransmissionsgrad (Abkürzung: τV) definiert. Die VLT (τV) wird bezogen auf die Normlichtart D65 (siehe ISO/CIE10526:1991 und CIE10527:1991) bestimmt und mit der spektralen Empfindlichkeit des Auges für das Tagsehen (V(λ)) gewichtet.

Laservision VLT, Filter

Ist der bei dieser Betrachtung entstehende VLT-Wert kleiner als 20 %, so sollte man am Arbeitsplatz für eine zusätzliche Beleuchtung sorgen (EN207). Bei niedriger VLT und schlechter Beleuchtung kann davon ausgegangen werden, dass sich das Auge auf das so genannte Nachtsehen einstellt. Hierdurch wird die Farbwahrnehmung vermindert, und die spektrale Empfindlichkeit für das Auge VN(λ) verschiebt sich in den kürzeren Wellenlängenbereich.

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Farbsicht

Das Auge passt sich an die jeweilige Helligkeitssituation an und die Gesamthelligkeit kann durch eine zusätzliche Beleuchtung normaler Weise problemlos ausgeglichen werden. Ein wesentlicher Aspekt bei der Auswahl eines Filters ist daher unbedingt auch die Farbsicht durch das Filter. Da ggf. einzelne Farben gar nicht mehr erkennbar sind, muss bei der Auswahl eines Filters oder Laserschutzfensters unbedingt berücksichtigt werden, dass dieser Effekt auch Warnlampen oder Displays betrifft. Im medizinischen Bereich ist dadurch z.B. die Fähigkeit einschränkt, farbig markierte Instrumente oder Gefäße zu unterscheiden.

 

 

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